20 Jahre !!!

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Sonntag, 7. Juli 2024

Wiedereintritt

Wir kamen zurück in ein Land, dass man sich erst schöntrinken musste. Bzw. zurechtfahren, an den verbleibenden Urlaubstagen. Um ehrlich zu sein, das war schwerer als gedacht. Aber es gab auch Highlights. Zum Beispiel am Freitag endlich die Enfield HNTR zu testen, die gewisse Chancen auf einen Platz im Fuhrpark hatte. Wir wechselten uns ab im Speckgürtel-Dickicht des Seevetals, wobei als direkter Vergleich die SR mitfuhr. Die HNTR ist dagegen ein modernes Bike ohne Vibration. Unangestrengt rollte sie mit 100 Sachen dahin. Die SR sah hinterher noch sexier aus, und vibrierte herrlich.  

Am Samstag kam ein schöner Schwall Sommerluft, den wir mit der Rebel und der Z ganz tief in der Südheide verbrachten. Im Schatten der TrÜbPl bei Munster gab es Einsamkeit und Freiraum, mit gutem Willen so ähnlich wie auf einer normalen Bundesstraße in Schweden. Leichtfüßig schwangen wir Richtung Amelinghausen, beide wussten, dass ein Eisbecher verdient war.  Dann flüchteten wir vor einer Regenfront, die nicht kam. Abends war es noch warm und schön, und ich bollerte mit der SR durch die taumelnde Stadt. Sonnenbrille, luftiger Hoodie, eine Dreiviertelstunde heile Welt.

Sonntag fuhr man wieder mit langer Unterhose, Aber egal, wir wollten es wissen. Im Bogen ging es über Kühsen nach Norden. Eigentlich einen gute Fahrt, wären nicht die Norwegischen Fjordstraßen noch so präsent in der Erinnerung. Aus Fantasielosigkeit landeten wir mit Kaffeedurst in Lübeck. Anja organisierte telefonisch Kaffee und Kekse in Strukdorf, wo wir von Skandinavien schwärmten. Zurück ging es kreuz und quer über Schwissel. Eine gut gemeinte Tour, aber die endlosen, gleichförmigen Buschtunnel, die allgegenwärtigen Bürgerkäfige und dass alle 3 Kilometer ein Dorf kam, das nahm deprimierende Ausmaße an. Zu Hause guckten wir 600 Bilder aus Norwegen durch.



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