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Sonntag, 14. Juli 2024

Major Tom

Start. Währen der Rest der Welt mit der Planung von Nudelsalaten beschäftigt war, hatte ich mir eine verwegene Route durch die Heide programmiert. Aber als ich auf der B3 nach Süden schwebte, fand ich es schön und hielt die 500X einfach auf Kurs mit 90 Sachen. Der wichtigste Wegpunkt auf der klassischen Route ist Solschen, von hier aus sieht man erstmalig die mächtigen Harzberge. Der Rest war Routine. Rewe-Markt, auspacken, Füße hoch.

Sonntag: Völlig losgelöst durchs Eichsfeld, dann in groß angelegtem Orbit erst um Göttingen, dann um Kassel herum. Dazwischen, extra kurvige Transferbahnen über Stunden. Mal flott, mal auf einsamen Waldwegen. Ich querte die Weser, Eder, Fulda und Werra wie in einer Heimatkundelektion. Alles ohne Verkehr, ohne die geringste Störung. Dörfer wie aus dem Fallerkatalog lagen dekorativ zwischen den Hügeln. Ich fuhr mehr und mehr orientierungslos, folgte Tomtom, mit dem ich mich wortlos verstand. Er war hier in seinem Element. Nur die Burg Heiligenburg war nicht zu finden. Stattdessen eine tranceartige, einsame Fahrt über das Meißnergebirge in aufkommender Nachmittagshitze. Bad Sooden,  das Grenzgebirge zurück ins Eichsfeld, ein nicht endender Rausch. Einen Schlenker in den Harz hängte ich noch dran, weil's so schön war und Tomtom das auch gut fand.

Einen Tag hatte ich noch, und Sonne und Zeit bis um 20:01 Uhr an Gleis 8. Und etwas zu besichtigen hatte ich auch, in Halberstadt, auf der anderen Seite. Den Weg dorthin schmückte ich aus, mit überflüssigen Fahrten im Hochharz. Die neu entwickelte Heidelandschaft sah super aus in der flirrenden Mittagshitze, sie ist ein echter Gewinn. Viele Kurven später saß ich in Halberstadt am Fischmarkt und traf dort Frau L. Zurück geriet ich in den örtlichen Berufsverkehr, was bedeutete, die Gerade, die auf die Berge zuführt in einer lockeren Kolonne zu fahren. Das geht schlechter, dachte ich. Das galt auch für die elegante B243 am Südrand, auf der ich ohne störende Autos in den Spätnachmittag glitt. Endpunkt des Tages war die Göttinger Innenstadt im Hochsommer. Noch ein Alkoholfreies, dann kam der ICE.


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