Wir trugen lange Thermounterwäsche und konnten uns gar nicht mehr erinnern, wie wir vor eine Woche geschwitzt hatten. Den Tag sahen wir realistisch, hatten Wheels & Wake abgesagt und stellten keine großen Forderungen. Im Osten müsste es sonnig sein und vielleicht ein Grad mehr. Die Deichstraße nach Geesthacht war zwar angenehm langsam, aber leider auch quälend langweilig. Man kann sie inzwischen mitbeten. Auf der B195 kam der Wind von hinten und die Sonne schien lachend auf die Straße, die uns gehörte. Das galt auch für die Birnen, die wir kiloweise pflückten und im Rücksack verstauten. Das alles war so motivierend, dass wir bis Neuhaus durchfuhren, dort Filterkaffee tranken und uns nur ungern mit die Rückfahrt befassten. An der Fähre nach Darchau gab es eine Wiese für Wohnmobile. Wir rollten die rote Picknickdecke aus und dösten in der Sonne. Sie war stark und verwandelte den Tag. Auf dem anderen Ufer ging es mit gutem Gefühl zurück, schwingend, kühle Luft in warmen Farben. Ganz zum Schluss, im Stadtgebiet kroch die Kälte in die Lederjacke. Wir heizten den Grill an und spielten Sommer als wäre nix.
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