Für den Samstag allein mit der Z in Hamburg hatte ich mir die Elbuferstraße ausgesucht. Viele Möglichkeiten gab es hier eh nicht. Total überrascht war ich, als Rembert spontan einem Treffen in Wittenberge zusagte. Der Termin war schon um 13 Uhr, ich musste zügig durchkommen. D.h. Autobahn bis Geesthacht, ohne Windschild mit noch erträglichen 120 Sachen, dann die B5, so wie seit Jahrzehnten. Ich blieb auf der B5, wo man normalerweise auf die kurvige B195 abbiegt. Das hatte was, ich hatte es fast vergessen. Gleichförmig schnurrte die Kawasaki den schnurgeraden, verkehrsfreien Highway entlang, die Stücke zwischen den Ortschaften sind gewaltig. Trotzdem kam ich zu spät. Rembert wartete schwitzend am Rande einen Ruderwettbewerbs. Ihm machte die Hitze nichts aus, den er hatte auf einer eine Umrundung der Iberischen Halbinsel an Wüstentemperatur angepasst. Seine Glide trug würdevoll den Staub von 7000 Kilometern. Wir ließen eine Schüssel Soljanka kommen und tauschten die wichtigsten Infos aus, dann trennten wir uns in Perleberg. Auf dem Rückweg konnte ich mir ein paar Nebenstrecken durch die Elbauen nicht verkneifen. Die Sonne schien auf heißen Asphalt, der Fahrtwind war herrlich und zu Hause wartete schon Besuch. Ich kam wieder zu spät, das mussten alle verstehen.

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