20 Jahre !!!

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Sonntag, 10. August 2025

Burgfrollein

Anja war da und hatte morgen Geburtstag, das war bekannt. Unbekannt war, wohin die Reise ging. Sicherheitshalber hatten wir eine Zahnbürste dabei, Anja folgte mir auf ihrer Himalayan erst nach Einbeck, dann über den Hils auf einem seltsamen nordwestlichen Bogen in Richtung Weser. Der erste Pausenplatz war hoch über dem Tal weit zu sehen. Es war der Turm vom Köterberg. Das sollte eigentlich nostalgische Gefühle auslösen, eigentlich. Der Seitenständer war noch nicht unten, da wurden wir schon von örtlichen Klugschnackern attackiert. Wir kurvten den Bogen noch weiter in flirrender Sommerhitze über die unbekannten Hochebenen auf der anderen Seite, dann baute sich die Trendelburg über dem Tal auf. Ich tat so, als wollte ich sie besichtigen, aber in Wirklichkeit checkte ich ein und wir verbrachten einen Königinnenabend auf der Panoramaterrasse, herzlichen Glückwunsch.

Das alles liegt ja Luftlinie nur 50 Kilometer entfernt. Wir hatten also den ganzen nächsten Tag für einen beliebig großen Umweg. So sahen wir erstmalig Hann. Münden von innen, das ist wie Heidelberg. Praktischerweise steht auf fast jedem Hügel eine Burg (oder Entsprechendes), verbunden durch Bergsträßchen der Extraklasse, die wir gut gelaunt abfuhren. Schloss Berlepsch steht über dem Tal wie im Bilderbuch, auf einem Berg bei Freden steht ein brutalistisches Mahnmal vom Feinsten, und auf der Plesseburg war es schon Spätnachmittag, als wir mit vielen jungen Göttingern ins Leinetal blickten. Den ultimativen Sundowner gab es dann direkt zu Hause: auf dem Wieterberg. Die Sonne verglühte über den Kuppen der neuen Heimat. Wir fühlten uns gut, holten 2 Alkoholfreie aus dem Rucksack uns stießen an. Cheers.

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