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Montag, 25. Mai 2026

Pfngscht mit Gäste beeindrucken

Plötzlich kam am Pfingstfreitag mit einem Knall der Sommer. Parallel dazu waren aus Darmstadt Albrecht und aus Murr Wulf auf dem Weg hierher. Am frühen Abend standen sie mit ihren Royal Enfield und die Triumph vor der Tür. Ich gab erstmal eine Runde Einbecker aus und zeigte den Gästebereich. Für mich gabs Alkoholfrei, denn Anja steckte im ICE fest und ich fuhr um Mitternacht nach Göttingen um sie abzuholen.

Am Samstag führte ich auf der Z die durchaus ansehnliche Truppe aus Interceptor, Scrambler und Himalayan über Nebenstrecken in Richtung Wesertal. Mir war es wichtig, mit den Geheimtipps zu glänzen, was recht gut gelang. Alle schwangen zufrieden durch die kurvigen Nebenstraßen und lobten die schöne Gegend. Wir besichtigten Hann. Münden in der Mittagshitze und waren dankbar über die anschließenden, fließenden Kilometer am Fluss entlang. Als es richtig schön wurde, leuchtete bei der Interceptor eine Warnlampe. Es war die einzig pragmatische Entscheidung, zum Louis nach Göttingen zu fahren und erstmal ein Ladegerät zu organisieren. Später gab es wieder Einbecker, diesmal mit Alkohol, die Probleme erschienen dann handhabbar. 

Sonntag sprang die Interceptor gut an und die Gruppe machte sich auf eine weitere geführte Tour durch die neue Heimat. Irgendwer hatte Riesenwindbeutel in Goslar ins Spiel gebracht, das ergab eine Fahrt durch den Harz, zumindest am Rand. Die wirklichen Highlights kamen gleich hinterm Stadtrand von Northeim, die schmalen Bergstraßen von Echte über Westerhof sind was für Genießer. Das kann man von den trägen Autokolonnen am Pfingstwochenende im Harz nicht gerade sagen. Die Windbeutel in Goslar waren per Beeline zwar nicht auf Anhieb zu finden, letztlich aber noch gewaltiger als jede Vorstellungskraft. Danach ging es erst unfreiwillig durch ein Wohngebiet, dann peinlich mit Vollgas über den Pass nach Seesen, und dann, am späteren Nachmittag endlich in aller Ruhe über die sanften Hügel nach Westen, im Gegenlicht und immer auf der Suche nach einem würdigen Fotospot. Über Deligsen kamen wir ins Hills, die letzte Etappe vor dem Endziel, der Heldenburg. Passender konnte der Name nicht sein.


Sonntag eskortierten Anja und ich die beiden Gäste noch ein langes, heißes Stück auf der B27. Abschied bei Eschwege, und Hoffnung für die Interceptor (sie hielt durch). Wir blieben noch eine Weile in der Region und erforschten das vollkommen unentdeckte, romantische Werratal zwischen Wanfried, Treffurt und Creuzburg. Wenn wir nächstes Mal Gäste beeindrucken wollen, geht es hier hin.

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