Am Sonntag fuhr ich drei verschiedene Bikes, aus Gründen: Honda nach Göttingen bringen, Anjas Himalayan holen, Nemo anbauen, probefahren und zurückbringen. Das war schon mal gut. Dann auf die Z umsteigen, das war eine größerer Schritt. Und zunächst nach hinten, denn sie war unbequem und nach wenigen Kilometern in freier Wildbahn zog der Fahrtwind in die Jacke. Ich groovte mich ein auf einer südwestlichen Route Richtung Meißner. Der Fahrtwind war nach einer Weile entweder warm genug, oder er gehörte einfach dazu, wenn ich beispielsweise nach einer schmissigen Kurve Gas gab und über eine Kuppe ins nächste Panoramabild rauschte oder auf Waldstraßen durch dichtes Maigrün. Es zählte irgendwann nur noch der nächste Abzweig auf den nächsten Streckenabschnitt, immer weiter, ganz allein auf den besten Straßen für diese funkelnde Maschine. Die Route kreuzte die Werra bei Bad Sooden, dann ging es in absurden Kringeln durch das Grenzgebirge. Bei Meinhardt kam ich wieder in die Zivilisation, so voll mit Fahrerlebnis, dass ich den letzten Teil wegließ. Auf der B27 rollte nach Hause, stellte die Kawa ab, betrachtete sie noch eine Weile und machte ein Bier auf. Ich hatte es verdient.

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