20 Jahre !!!

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Sonntag, 2. Juni 2013

Das Meer

In Reinfeld trennten uns unsere Wege. Anja fuhr pflichtbewusst zum Familientreff aufs Anwesen, ich hatte andere Prioritäten und ließ die Orange weiter rollen. Schleswig Holstein hatte ich fast vergessen über die Zeit. Die Strecke über Ahrensbök, Eutin, Lensahn ist erste Sahne, zumal in der wuchernden Üppigkeit dieses späten Frühlings. Die Straße lag lasziv auf der kuppigen Topografie, Sonne flirrte durch die Kronen, darunter ich genoss die Kurven.
Links am Horizont schob sich eine winzige Gewitterzelle über Strukdorf und vermasselte das dortigen Kaffeegedeck. Ich erreichte währenddessen das Meer bei Weißenhaus. Es roch nach Meer, vertraut und weit. Da konnte auch die doch recht kleingeistige Stimmung am Strandcafé nichts ändern. Als ich in Strukdorf dazu stieß, war es spät geworden, doch da nichts als Verständnis, eine Spur Neid hier und da, vielleicht.
Sonntag fuhren wir wieder zusammen. In Ratzeburg saßen wir am Markt, wo es nicht mal ordentlichen Cappuccino gibt. Dann ging es kreuz und quer durchs Lauenburgische, wie damals, im Sommer. Der Sachsenwald duftete wie Badewasser, dann kam der Elbdeich mit frischem Westwind. Auf ihrer Landzunge in der Wildnis empfingen uns die Sveisis. Die Stelle haben wir im GPS markiert und werden sie wieder finden, wenn's drauf ankommt.

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