Katja war ja da und sollte nicht abreisen, ohne einen Kick zu bekommen von unserem zügellosen Bikerleben. Sie saß hinter mir auf der Vulcan und trug Anjas grüne Lederjacke aus alten Zeiten. Jethelm, Sonnenbrille. Die Fahrt durch die Stadt war cool, und der Hafen mit der Köhlbrandbrücke etwas, was es nur hier gibt. Man selber vergisst das schnell. Hinter Harburg tat ich so, als hätte ich einen Plan, doch in Wirklichkeit gurkte ich hilflos durch das Dickicht aus Siedlungsdörfern und Autobahnanschlüssen südlich der Stadt, mit Anja im Schlepp und der ahnungslosen Katja. Dabei war es schwülheiß und wir mussten uns unter der Süderelbbrücke in den Schatten setzen. Noch eine genüssliche Runde durch die Hafenromantik, dann ganz cool zurück in die Weidenallee, den Blick auf die Uhr. Katja nahm den Zug, und die Gewitterfront, eben noch drohend auf dem Bildschirm, verpuffte in nichts als heiße Luft.
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