20 Jahre !!!

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Mittwoch, 11. Februar 2015

Der Wüstenplanet

Auf der Küstenstraße nach Süden fährt man zuerst durch weite, leuchtende Sandwüste. In loser Kolonne geht es vorbei an Touristenorten und der Hauptstadt Puerto Rosaio. Dann denkt man, man kommt voran, aber bis zum Südzipfel zieht sich die Strecke ins Endlose. Wie ein Highway durch Utah liegt die Straße in einer riesigen Weite, eingerahmt durch erodierte, kahle Berge, darüber Polfilterblau. An einer Bucht standen wir auf einem Felsen und bewunderten den Strand, der bis zum Horizont reichte. Das letzte Stück rauscht man auf einer leergefegten Autobahn dahin, durch Sandberge so groß wie ein Planet im türkisfarbenen Ozean. Unten in Morro Jable ist alles Deutsch. Die Kelnerin musste sich rückversichern, dass wir wirklich einen Spanischen Kaffee wollten. Wir blieben nicht lange, denn die Rückfahrt durch die Berge war lang und genüsslich. Hoch am Hang schmiegte sich die Straße, die Suzuki saugte die Kurven flüssig auf. Im schrägen Abendlicht war mal der eine mal der andere Ozean zu sehen. Zum Schluss der vertraute Anblick, wenn bei der letzten Abfahrt sich Lanzarote hinter Corralejo erhebt, dann das Neonlicht der Touristenmeile. Mui bien.

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