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Sonntag, 3. Mai 2015

Heraus zum ersten Mai

Das lange Erstermaiwochenende war unplanbar, die Vorhersage war durchweg unbrauchbar. Am Freitag wehte ein kalter Wind durch die tote Stadt. Wir kurvten mit den Vanvans durch erstarrte Hafenanlagen, guckten Schiffe, bekamen Kaffeedurst und fuhren vor einem nervigen Touristencafé in der Hafencity vor.
Samstag war es erst trüb, aber am Nachmittag war uns nach dicken Maschinen. Wir zogen Fleecepullis an und rollten ein Stück die B4 hoch, nicht weit, nahmen eine namenlose Querverbindung Richtung Henstedt. Und da war es, ganz kurz! Das Gefühl - ein Stück durch die Wiesen, mit dem Wind im Gesicht, eine Kurvenkombination. Das Leben war sehr schön.
Sonntag hatten wir uns auf Innenaktivitäten eingestellt, als ich gelangweilt mit dem Smartphone rumspielte und ungläubig das Wetterapp neu startete. Sonne, 18 Grad oder was. Kurz drauf schnurrten wir erstmalig die B75 entlang nach Norden. Keine Umwege, einfach fahren, scheiß auf die Autos. Reinfeld, dann durch Wald und Wiese, grün, hell, blütenweiß und gelbestes Gelb. In Strukdorf bekamen wir Kaffee und Neues aus Istanbul. Dann eskortierte Horst uns 'irgendwie rüber Richtung Bramstedt'. De facto fuhren wir orientierungs seiner schnittigen Integra hinterher. Es ging über Orte mit bescheuerten Namen, die ich auch nachher nicht auf der Karte wiederfinden konnte, durch nie dagewesene Alleen, Wälder, verschlagene Wege am Rande der Legalität (teils darüber hinaus) in Farben, die allein Horsts Warnweste toppen konnte. Wir trennten uns kurz vor Hartenholm. Inzwischen war es diesig geworden, In Hamburg war die Luft grau und staubig, hektische warme Böen kamen aus Westen, wie man es aus vergangenen Sommern kennt. Für Anfang Mai war das okay.
 

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