20 Jahre !!!

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Sonntag, 28. Juni 2015

Bagger und Wattebäusche

Am Samstag kurvten wir zu zweit auf der blauen Vanvan durch die Stadt. Während der Rucksack sich mit Dingen aus Baumärkten, C&A, Saturn und Möbelgeschäften füllte, donnerten extreme Bagger, abgesägte Bobber und ungedämpfte Chopper um uns herum. Es waren Harleydays und an der Shelltanke am Großmarkt war das Epizentrum. Wie stellten die Vanvan selbstbewusst dazu, setzten uns auf eine Verkehrsinsel und warteten auf fotogene Burnouts. Als abends ein Feinniesel einsetzte, fuhren wir nach Hause und kamen später nochmal zu Fuß darauf zurück., An der Reeperbahn, da gab es offenbar kein Morgen mehr.
Sonntag nahmen wir die Cruiser, fuhren nochmals kurz am Großmarkt vorbei, aber nur um die orange-geflakete Nussschale zum Sonderpreis zu kaufen, in die Anja sich am Vorabend verguckt hatte und von nichts anderem mehr reden konnte. Auf den Maschinen konnte man die Beobachterposition nicht länger einnehmen. Am Straßenrand zielten tausende Objektive und iPhones auf uns. Als die Harleys sich zur Parade versammelten, fuhren wir durchatmend aus der Stadt raus. Wir landeten in Grünendeich und vergammelten eine dösige Stunde auf dem Deich in der brennenden Sonne. Danach folgte ein weiter, einsamer Bogen mit unscharfem Ziel. Stade, Sittensen, dann nach Osten über Schneverdingen bis in die Heide. Die Ruhe war herrlich, die Luft seidenweich, der Himmel babyblau, mit weißen Wattebäuschen. Die Pullover waren schon gleich am Anfang auf den Gepäckträger gewandert. Wir kamen über Winsen an die Elbe zurück, da wurde es ein bisschen diesig. Abends kam noch ein Sommerregen, und das fanden wir schön, es war Sommer.

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