Gar nicht übel, der Samstag, wenn auch allein. Nachdem ich die Notwendigkeiten abgefrühstückt hatte, begann ich eine unkomplizierte Nachmittagsrunde. Dachte ich. Denn es ging damit los, das im Volksparkstadion irgend so ein beklopptes Fußballspiel war und eine undurchdringliche Blechlawine verursachte. Über die B4 fand ich einen Ausweg, und dann entdeckte ich die schwungvolle kleine Kurvenstraße wieder, die über Hemdingen rüber nach Elmshorn führt. Leider liegt dort auch Barmstedt, ein Angstort, den ich noch nie passiert habe, ohne mich in hinterweltlerischen 30er Zonen zu verirren. Doch nicht nur das: wenig erreichte ich Elmshorn auf einer komischen Umleitungsstrecke, und ich musste in einem Wohngebiet anhalten und mich mit dem Handy wieder rausnavigieren. Ansonsten besteht Elmshorn, das kann ich beurteilen, zu 85% aus Einkaufszentren von der Größe des Saarlands. Zur Beruhigung fuhr ich durch die Marsch in Richtung der dicken Wolke, die über Kollmar hing. Am Bikertreff saß ich introvertiert in der letzten Ecke und aß ein Cornetto Nuss, als lautstark ein Trupp Stiernacken vorfuhr. Sie vollführten mehrere Burnouts und verschwanden ohne Tschüß zu sagen. Trotzdem das Highlight des Tages. Zurück wollte ich die tausendfach gefahrene Strecke von Appen nach Schenefeld nehmen. Dass in Pinneberg der Abbieger nicht da war wie sonst, passte ins Bild. Ich nahm dann die Autobahn nach Hause, das war tiefenentspannt und gar nicht mal so übel.

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