20 Jahre !!!

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Sonntag, 30. Juni 2019

Der Ausweg

Auf den Gepäckträger der Yamaha hatte ich Badeschuhe geschnallt, die Mash trug ein Strandtuch. Jetzt ging es nur noch darum, irgendwie aus dieser vollgesperrten und sechsunddreißig Grad heißen Stadt raus zu kommen. Es gelang uns überraschend geschmeidig über Norderstedt. Überhaupt ging alles äußerst geschmeidig, vor allem mit der SR, die nur ganz wenig Leistung hat, diese aber betörend soft und irgendwie saftig abgibt. Außerdem kommt an jeder Eisbude einer, der auch mal eine hatte. Im unbekümmerten Tempo fuhren wir durch Stormarn. Es folgten einsame, beliebig entspannte Kilometer durch Mecklenburg, eine verlorene Schraube in Schönberg, schließlich die ersehnte Abkühlung auf den letzten Kilometern zum Meer, dem einzigen Ausweg. Es war aufbrausend und Badewannenwarm. Auf dem Rückweg trocknete die Badehose auf dem Gepäckträger. Da im Westen ein schmales, aber völlig unpassendes Regenband zu sehen war, improvisierten wir eine südliche Route durchs Lauenburgische. Die war top. Wir sahen nie gesehene Strecken, meist kleine Verbindungsstraßen durch Wald und Wiese. Ich glaube, das lag auch an den beiden Einzylindern, die uns dort hinzogen, wo man 70 fährt. Als wir Hamburg erreichten, war auch eine kühlere Luft angekommen. Wir rauchten noch eine an irgendeiner Tanke in Rahlstedt und waren extrem entspannt.

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