Am Samstag war CSD. also warum nicht mal was mit Männern anfangen. Ben und Marcus erwarteten mich in der Langenfelder Straße. Die SR stand zerbrechlich zwischen der historischen G/S Paris-Dakar und einer hypermodernen Africa Twin. Trotzdem durfte ich die Truppe anführen bis zur Übergabestelle. Die bewährte Hafenroute war gleich am Anfang gesperrt. Egal. Hinter Harburg ging es auf die Rosengartenstrecke, die gab tempomäßig nicht so viel her und fühlte sich für alle okay an. Danach führte Ben. Es ging über viele Dörfer ins Hinterland von Buxtehude. Am Horizont bildete sich die einzige Gewitterzelle im Umkreis von 200 Kilometern. Die Endurofahrer hielten direkt drauf zu. Ich hielt die Schnauze. In einem Ort namens Harsefeld warteten wir auf einem Supermarktplatz noch, bis es richtig anfing zu schütten, dann nahmen wir den Rest zu Bens Waldhütte unter die Reifen. Es ging über Geröllpisten, Matschlöcher und schließlich Waldwege für Mountainbikes. Ich sagte nix. Als wir tropfend in der Luxushütte standen, kam die Sonne wieder raus. Es gab Kaffee, Kuchen und dazu meine vorletzte Schachtel Fortuna. Es wurde beschlossen, einen Bogen durchs Alte Land zu machen und per Elbefähre bei Wischhafen über zu setzen. Alle hatten vergessen, wie unsagbar öde diese Strecke ist. Immerhin, auf der anderen Seite war die Luft besser, der Blick weiter und manchmal gab es ein freies Stück zum Durchatmen. Über Quickborn kamen wir zurück, haarscharf an der sich verziehenden Gewitterfront entlang. Wir wären auch durchgefahren.

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