Wir freuten uns wie Kinder, endlich unterwegs zu sein, zum großen Wittenberge-Meeting 2019. Anja war sehr ungeduldig. In der Stadt, aus der wir nicht rauskamen, auf der Autobahn nach Geesthacht mit Vollgas, selbst auf dem ersten Ende der B195, die in der Septembersonne leuchtete: Die Mash drängte im Rückspiegel und hetzte die SR mit 90 Km/h durch die Elbauen. Mit den Kilometern geriet die Zivilisation in Vergessenheit und epische Gelassenheit kam. Der Späthochsommertag war sensationell. Die Alleen flirrten heiß, ungetrübte Fahrfreude füllte alles aus, und bis Wittenberge war es schön weit. Am Ziel erwarteten uns Rembert und Pauli vor einemm unerwartet hippen Café (Sandwich im Glas!). Die wichtigen Themen wurden besprochen, ein paar Kaffee nachbestellt, auf die Uhr geguckt. Noch ein Gruppenbild an der Tanke, dann Abfahrt. Auf der anderen Elbseite zurück, durch eine übertrieben goldgelb gefilterte Breitbild-Landschaftskulisse im Streiflicht. Scharpenhufe, Gartow, Dannenberg - einsam schwingende Straßen durch wechselndes Frühlingsgrün und vertrocknete ockerfarbene Steppe. Es folgte die jedes Mal wieder umwerfend elegante B216 mit Ende in Lüneburg. Von hier aus hatten wir mit der Autobahn einen Fallback. Den brauchten wir aber nicht, denn wir waren noch fit, und hatten noch Benzin, und die Sonne war auch noch da. Wir ließen sie erst ganz am Ende verglühen, über dem Vierländer Elbdeich in der Nähe vom Zollenspieker.
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