Den Vormittag über hatte die Diskrepanz zwischen der Wetter-App und der Realität postfaktischen Charakter. Aber später, zwischen Wilhelmsburg und Fliegenberg, machte alles Sinn. Die Sonne brannte den Hochnebel weg und ließ das Land in genau dem richtigen Herbstlicht strahlen. Immerhin war es ein frei genommener Donnerstag, also hatten wir Ansprüche. Die Landstraßen südlich von Stelle sind auch wochentags leer, so dass wir uns in besonderen durchleuchteten Waldstücken, bunten Alleen, und weiten Felden Zeit nehmen konnten, das Foto des Jahres zu machen (bzw. zu versuchen). So gelangten wir Stück für Stück über Undeloh durch die Heide bis nach Welle, wo wir auf der Holzbank saßen wie damals im Sommer, und einen vom letzten Geld gekauften Cappuccino teilten. Wir nahmen für den Rückweg eine Route querfeldein an Buchholz und Jesteburg vorbei, wieder über Stelle. Hauptsache an allem Feierabendverkehr vorbei, denn wir hatten frei.
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