Endlich mal wieder eine korrekte Langstrecke: Berlin! Die B5 schimmerte endlos in der flirrenden Hitze, die Mash und die Himalayan schnurrten mit Tankrucksäcken auf ihr durch den Samstag. Einmal tankten wir, aber noch öfter waren die Wasserflaschen leer, oder wir brauchten nur mal eine Pause im Schatten. Klar kennt man die Strecke inzwischen, aber sie ist so lang, dass man die Etappen nie ganz erinnern kann. Mit der Nähe zu Berlin stieg die Hitze ins Astronomische. Die Straßenoberfläche hatte sich in Lava verflüssigt, die ganze Stadt war zu einer Masse heißen Gases geworden. Glücklicherweise war kaum Verkehr und auf der Garagenparty am Tempelhof gab es gekühltes Corona.
Um 8 Uhr hatte Anja Geburtstag, es gab Blumen, einen Stadtspaziergang, late Check-out. Den Rest des Tages verbrachten wir auf der B195. Auch an einem Montag war sie total leer. Mit einem Auge behielten wir stets den Himmel im Blick, doch von Gewitterzellen war nichts zu ahnen, stattdessen das übliche makellose Blau und 32 Grad. In Lauenburg, gefühlt schon am Ziel, kamen verdächtig dicke, einzelne Tropfen. Vielleicht könnte mit ein paar gezielten Gasstößen entkommen. Quatsch. Unser rettendes Bushäuschen brachte der Hagelschauer fast zum Einsturz. Wir nutzen eine waghalsige Lücke auf dem Regenradar, ließen alles hinter uns. In Hamburg erzählten wir davon, aber man glaubte uns kein Wort.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen