Für einen Tag war alles weggefegt: Die Schauerwände, der Endzeitwinter, die Apokalypse, alle machten kurz Pause. Heute lag Schleswig-Holstein vor uns, ausgebreitet in der Sonne wie ein grünflauschiges Picknick. Die Arzttour vom Mittwoch hatte genug Inspiration hinterlassen, um eine sehr ähnliche Tour für zwei einzuprogrammieren (es war fast eine Kopie). Erst ging es wieder durch die Aukrugwälder, westlich an Neumünster vorbei, bis in das Geestland, wo Wind weht und die Wolken nicht weiß, sondern silbern sind. Es ging am Kanal entlang, durch Rendsburgs Hafen, und dann in das kurvige Gelände südlich von Westensee. Beide Maschinen hatten neue Reifen, die waren jetzt eingefahren, das war angenehm. Alles andere auch, am Nachmittag wurde es für die Goretextsachen eigentlich eher schon zu warm. Kreuz und quer zogen wir auf Nebenstrecken durch das Land, das riesig war, grün und duftend. Wie kamen über Sarau nach Ahrensbök, und die Aussicht auf ein Hähnchen zog uns nach Bad Schwartau. Der Abend war zu lang für die schnelle Route nach Hause. Wir bauten noch einen satten Umweg über Lübeck, Kühsen und Koberg ein. Die letzten Kilometer waren müde, aber wir wollten jeden einzelnen eintüten. Könnte schon wieder der letzte sein.
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