Zwischen Frühstück und dem Nachmittagsregen passte genau eine introvertierte Ausfahrt mit der Bolt. Richtigerweise erlag ich nicht der Versuchung, die Wintersachen anzuziehen. Lederjacke, der kleine silberne Jethelm und die neue Sonnenbrille, das war cool. Als Kompensation suchte ich mir eine langsame Bummelstrecke. Es ging wieder am Deich entlang, wie letzte Woche, nur allein, und cruisend. Das veränderte alles: Letztes Mal langweilig und zäh, heute ein einhüllender Genuss. Um die Maschine hatte sich ein Kraftfeld gebildet, dass alles Leid auf Distanz hielt: Menschen, Viren und die im Süden sichtbaren Schauerzellen. In Geesthacht füllte ich den Tank, dann rollte ich auf dem anderen Ufer mit derselben tiefgründigen Coolness zurück. Wer nicht cruised ist doof.

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