Der neue heiße Scheiß war eine Hitzewelle. Auf allen Kanälen wurde gewarnt und alarmiert. Dabei war die Lösung so einfach, für jemanden wie mich, in Northeim: Nach Feierabend die Honda anlassen und in leichter Klamotte hoch auf den Harz fahren. Oben waren es die entscheidenden Grad weniger, die leergefegten Panoramastraßen gab es als Bonus. Das wiederholte ich jeden Abend, es funktionierte im Solling genausogut. Dort entdeckte ich (bzw. Tomtom) nebenbei eine endlos lange Gravel Road durchs Gebüsch. Kaum zu glauben, aber legal.
Am Wochenende kam Anja, und noch mehr Hitze. Es war jetzt das heiße Urlaubsgefühl aus dem Süden, wo man Pausen an unterkühlten Supermärkten einplant und alle kurzhosig fahren, nur man selbst nicht. Tagsüber war die Luft nur noch ein Heißluftgebläse, auch ohne Jacke. Ich stieg auf die Z um, die war nackt, aber das änderte wenig. Wir machten es wie im Süden: Eine Ausfahrt in der Morgenfrische, den Tag lang Siesta im Haus, sinnvolle Dinge erledigend (oder schlafend), Abends eine erlösende Tour auf der Höhenstraße und danach ein Bier. Einmal fragte sich Anja, ob es theoretisch langweilig werden könnte, immer wieder die B242 zu fahren. Das konnte ich mir nicht vorstellen. Sicherheitshalber fuhren wie die Alternativroute über den Sieberpass, noch ein Bonus.
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