Ungläubig hatten wir am Sonntagmorgen auf das Regenradar gestarrt. Meilenweit war kein Dauerregen in Sicht. Wir begaben uns gegen Mittag auf die Landstraße nach Lübeck. Es war ein windiger, frischer Tag im August wie im Herbst. Über Lasbek und Pölitz erreichten wir Oldesloe. Da wir in Strukdorf noch etwas nachzuschauen hatten, machten wir einen Umweg über die immer wieder kurvige Straße nach Segeberg. Von dort brauchten wir einige Anläufe, um die Strecke über Magarethenhof, Rohlstorf hinten um der Warder See herum wiederfanden. In Lübeck mussten wir ein Stück durch neu gemachte, boulevardartige Fußgängerzone fahren, um das Café zu erreichen, wor wir mit Tom verabredet waren. Zurück fuhren wir über Kronsforde, dann aber nicht über Kastorf (gesperrt), sondern brummten durch bis Berkenthin. Eine seltene, unterschätzte Strecke. Immer wenn es ein Stück westlich ging, sahen wir eine drohend schwarze, wenngleich fotogene Wolkenwand zu uns. An Anhalten war nicht zu denken. Nur eine außerordentlich scharfsinnig gewählte Route über z.T. unbekannte Buschtunnel durch die Feldmark brachte uns in letzter Sekunde ins rettende Parkdeck.
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