20 Jahre !!!

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Samstag, 15. Februar 2014

Dreizehn

Es waren wirklich dreizehn Grad, als ich durchs Schulterblatt rollte. Erst nahm ich die üblichen Wege durch den Hafen, dann traute ich einer inneren Stimme und bog ab. Das erste Mal war ich draußen, außerhalb der Stadtmauer, in freier Wildbahn, Mitte Februar. Dort, hinter Over, gab es Landstraßen die man entlang schnurrte, Kurven, die man mit Schräglage fuhr, und lange Zeit ungewohntes Nichts. Es war herrlich, die Orange mal wieder artgerecht rollen zu lassen, den Blick schweifend auf verwüstetes Land, über das heftige Böen fegten. Höhe Geesthacht kam Kaffeedurst, aber kein Café. Wo wir schon 792 Mal durch Geethacht gefahren sind. fragte ich mich, wohl eigentlich das Stadtzentrum ist. Nach mühsamen Suchen fand ich mich damit ab, das es keins gibt. Außer Tankstellen hatte auch alles zu, und für die beschränkte Kleinteiligkeit der Gasthöfe am Rand war ich einfach noch nicht bereit. Aber es gibt ja noch Bergedorf, eine moderne Metropole, mit Backshop-Cafés, die bis nach 16 Uhr durchgehend geöffnet haben. Am Spätnachmittag war ich wieder in Hamburg. Die dortigen Fußgänger (ich nehme an: Saisonkennzeichen) waren verständlicherweise frustriert. Sie rotteten sich zu tausenden zusammen und wollten am liebsten den Staat abschaffen (auch Vermutung).

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