20 Jahre !!!

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Mittwoch, 26. Februar 2014

Las Vegas

Da die Insel rund ist, fiel es schwer, die Seiten nacheinander abzuarbeiten. Gegen Spätvormittag, zusammen mit Horden schwerst kämpfender Rennradfahrern, waren wir auf der Straße über Fataga, die hinauf in die Berge führt. Oben waren wieder Wolken, und diesmal war es im Inneren so ungemütlich, dass wir es nich abwarten konnten, die sensationelle Abfahrt nach Telde hinter uns zu bringen. Dort fanden wir uns, hilflos nach einem Café suchend, inmitten schaurig schönem historischem Wüstbeton wieder. An einer Bucht mit Brandung gab es Caffe Con Leche und Spanisch wie aus Maschinengewehren. Wir ballerten mit dem Zweizylinder wieder hinauf, durch die dichtbesiedelte, grünwuchernde Ostflanke. Über Las Vegas erreichten wir San Mateo, dann tausende dschungelige Kurven weiter, Teror, ein seltener Ort mit altem Gestein. Gran Canaria hat auf der Rückseite viel mit Madeira gemeinsam. In den Tälern hängt tropische Feuchte, die Straße kringelt sich bröselig durch bunte Bergdörfer. Wir fanden tatsächlich den Weg nach oben, der wieder durchs zackige Zentrum der Insel führte. Im Gegenlicht breiteten sich die Massive mit ihren Felstürmen aus wie Colorado. Spektakulärerweise hatte der stramme Ostwind, der durch die Joche pfoff, den Himmel blitzblank gefegt. Gegenüber zeichnete sich der Teide von Teneriffa messerscharf ab. Die ganz kleinen Straßen ließen wir uns für morgen übrig.

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