In der Stadt fuhren alle desorientiert im Schleichtempo umher, dann durchquerten wir das Hafengebiet und ließen schließlich alles hinter uns. Über uns entwickelte sich ein prächtiger Tag, vor uns lag die B3, mit dem vertrauten Sog nach Süden. Das Asphaltband schimmerte im Gegenlicht, Wald und Wiese flog in gleichmäßigen Cruisetempo vorbei. Alle waren unterwegs, die Linke kam nicht zur Ruhe. Als wir in Soltau in dem kleinem Café saßen, ließ uns die Sonne schwitzen. Wir fuhren weiter bis Bergen, und dann quer östlich Richtung Eschede, und dann in einem Bogen zurück nach Unterlüß. Es war egal, wo man fuhr, immer ging es ungestört durch flirende Wälder oder über Kuppen, von denen der Blick einen kurzen Moment auf leuchtende Heide fiel. Das Licht war sensationell weich und, so wie es nur der September hinbekommt. Der Luftstrom war konstant und mild. Über Amelinghausen, Salzhausen und Winsen kamen wir an den Elbdeich. Das letzte Stück ging es wieder durch den Hafen, da stand die Sonne schon orange und milchig im Westen. Wir waren froh, dass es solche Tage gibt.
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