über 20 Jahre !!!
Sonntag, 24. August 2025
Entspannung
Freitag, 22. August 2025
Konsum
Laptop zu, Tomtom an, eine spannende Route bis 21 Uhr bitte, dann wird's dunkel. Es ging gleich gut los, die Kurven von Nörten nach Spanbeck gehören zu meinem Portfolio, das ich hüte wie einen Schatz. Bis Ebergötzen ging es direkt im Anschluss äußerst schnittig und ohne jede Störung durch etwaige Autos. Ich genoss die mir unbekannte Strecke wie einen guten Film, konsumierte die Landschaft und die immer neuen Hügel, um die sich die Straßen elegant schmiegten. Tiefenentspannt aber total aufmerksam, der perfekte Flow. Es folgten Nebenstraßen nach Landolfshausen, dann noch kleinteiliger über einen Pass von Obernfeld nach Breitenberg. Ich stand auf weiter Flur und inhalierte den Sommerabend, pflückte mir einen Apfel und begab mich zurück in Kurvenrausch und Nebenstreckenglück. Im Halbdunkel parkte ich die Honda in der Sudentenstraße, zu Hause. Alles war geradegerückt.
Donnerstag, 21. August 2025
Super
Routinemäßig drückte ich auf "spannende Route berechnen". Grobe Richtung: Eichsfeld, nix Großes. Ein bisschen kenne ich mich inzwischen ja aus, aber ich staune jedes Mal. Die Strecke war enorm vielfältig, meist auf keinen Holperstraßen durch stille Dörfer, durch die man schleicht. Ich entdeckte zufällig eine einen Berg namens Höherberg, mit Wallfahrtsheiligkeit und Aussicht auf gelbe Hügel. Ich kurvte weiter die einsamen Landstraßen und sammelte Superlative: Hier waren die elegantesten Kurven, die Honda war das fluffigste Motorrad, die Landschaft hatte das idealste Relief, dazu schien die sonnigste aller Sonnen. Ich durchfuhr immer neue Landschaftsbilder, dunkle Täler und strenge Alleen, Dörfer voller Tiere. Als Sundowner gab es die Rennbahn Ebergötzen - Spanbeck -Nörten. Danach wollte ich gar nichts mehr, alles war super.
Mittwoch, 20. August 2025
Schon wieder Feierabend
Feierabend in Northeim. Gleich hinter Einbeck geht es erst unscheinbar, dann ambitioniert auf einen Berg, über den eine unendliche, einsame Waldstraße führt. Auf der anderen Seite kam ich zwischen Grünenplan und Delingsen raus, total baff. Die Route hatte größtenteils wieder TomTom gestaltet, es ging dann weiter über kleine und kleinste Nebenstraßen, die sonst keiner kennt. Ich tangierte Freden, entdeckte den Viadukt von Greene, konnte von der Kurverei in der Abendwärme einfach nicht genug bekommen und hing kurzerhand noch den Umweg über Elvershausen ran. Zu Hause holte ich ein Einbecker Brauherren (alkoholfrei) aus dem Kühlschrank und nannte das: einen Tag.
Sonntag, 17. August 2025
Unsere Zeit
Samstag, 16. August 2025
Guter Schnitt
Sonntag, 10. August 2025
Burgfrollein
Anja war da und hatte morgen Geburtstag, das war bekannt. Unbekannt war, wohin die Reise ging. Sicherheitshalber hatten wir eine Zahnbürste dabei, Anja folgte mir auf ihrer Himalayan erst nach Einbeck, dann über den Hils auf einem seltsamen nordwestlichen Bogen in Richtung Weser. Der erste Pausenplatz war hoch über dem Tal weit zu sehen. Es war der Turm vom Köterberg. Das sollte eigentlich nostalgische Gefühle auslösen, eigentlich. Der Seitenständer war noch nicht unten, da wurden wir schon von örtlichen Klugschnackern attackiert. Wir kurvten den Bogen noch weiter in flirrender Sommerhitze über die unbekannten Hochebenen auf der anderen Seite, dann baute sich die Trendelburg über dem Tal auf. Ich tat so, als wollte ich sie besichtigen, aber in Wirklichkeit checkte ich ein und wir verbrachten einen Königinnenabend auf der Panoramaterrasse, herzlichen Glückwunsch.
Das alles liegt ja Luftlinie nur 50 Kilometer entfernt. Wir hatten also den ganzen nächsten Tag für einen beliebig großen Umweg. So sahen wir erstmalig Hann. Münden von innen, das ist wie Heidelberg. Praktischerweise steht auf fast jedem Hügel eine Burg (oder Entsprechendes), verbunden durch Bergsträßchen der Extraklasse, die wir gut gelaunt abfuhren. Schloss Berlepsch steht über dem Tal wie im Bilderbuch, auf einem Berg bei Freden steht ein brutalistisches Mahnmal vom Feinsten, und auf der Plesseburg war es schon Spätnachmittag, als wir mit vielen jungen Göttingern ins Leinetal blickten. Den ultimativen Sundowner gab es dann direkt zu Hause: auf dem Wieterberg. Die Sonne verglühte über den Kuppen der neuen Heimat. Wir fühlten uns gut, holten 2 Alkoholfreie aus dem Rucksack uns stießen an. Cheers.




