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Sonntag, 2. August 2026

Grenzen

Das Grenzgebirge entlang der Werra ist immer gut, wenn man einfach nur fahren will. Ich hatte Eisenach eingegeben, aber das war nur ein Orientierungspunkt. Ganz alleine kurvte ich in entspanntem Tempo durch den gleißend hellen Sommertag im Eichsfeld. Die Orte, schöngemacht für niemanden, kein einziger Mensch war weit und breit zu sehen. Tatsächlich kam ich über Wald, Berg und Wiese auf kleinen und kleinsten Nebenstrecken bis nach Eisenach. Die Burg stand im Gegenlicht, ich musste aufs Klo, hatte Hunger und Kaffeedurst. Dennoch, ich musste hier irgendwie schnell wieder weg. Irgendwo hin wo keine Autos sind und keine Deutschlandfahnen aus Plattenbaufenstern. Auf die Weise kam ich mit Eigenorientierung über Treffurt und Wanfried wieder in schönes, weitgehend menschenleeres Gebiet. Ich machte Pause auf einer Kuppe, von der man den Harz und den Thüringer Wald sehen konnte. Dann programmierte ich Venezia ein, weil ich es nicht mehr aushielt und einen Eiskaffee brauchte. Dafür fuhr ich auf der B27 nach Witzenhausen. Nach den 10000 Kurven war das Gleiten auf der Bundestraße sehr erholsam, genauso wie etwas Epoche III Heimeligkeit. Weil noch Zeit übrig war, und die Sonne nie mehr aufhörte zu brennen, hing ich noch das B3-Dreieck Hann. Münden - Göttingen dran. Dort stellte die Z in die Garage, müde und leer.



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