Um 10 Uhr rollte ich pünktlich in Lüderode beim Laden vor. Die Honda blieb dort erstmal stehen, ich steig um auf eine jungfräuliche Himalayan mit goldenen Felgen. Hinten war mein Nummernschild dran, sie gehörte tatsächlich mir. Zunächst leicht überfordert von der indischen Software irrte ich durch die Gegend und fand mich oben auf dem Harz wieder. Die Maschine mochte das, aber mir waren hier viel zu viele Autos, und ehrlicherweise auch Motorräder. Das RE-Navi reichte, um wieder herunter und auf vertrauten Wegen durchs Eichsfeld zu kreuzen, und dann hinüber Richtung Weser. Die Kurven passten, sie lag gut und es entstand ein schöner Flow, bis der Bordcomputer "niedrigen Kraftstoffstand" meldete. Konnte ich der Restlaufzeit trauen? Endlich tanken in Beverungen, und noch endlicher einen großen Crepes mit Vanilleeis. Ja. Ich hatte noch Zeit, und jeder Kilometer war gut, schließlich musste ich 500 schaffen an diesem Wochen ende. Die B80 war vollkommen leer, und die Himalayan segelte sehr entspannt durchs Wesertal nach Süden bis kurz vor Kassel. Ich kurvte hoch zum Stauffenberg, und dann auf aberwitzigen Kringeln nach Witzenhausen. Über Jühnde nach Göttingen und auf der B3 in die Bahnhofstraße. Das fühlte sich schon richtig normal an, und nach 350 Km richtig gut.
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