Die Rückkehr war gar nicht so einfach. Zunächst waren es 31 Grad, statt 13. Und es war sehr eng. Ich hatte die Koffer nur in die Ecke geschmissen und sofort die riesige Vulcan aus der Garage gewuchtet. Als ich endlich das Ende der schrecklichen Stadt erreichte, waren da statt offener Landschaft nur immer weitere überfüllte Dörfer, dazwischen langweiliges Agrarland. Später versuchte wir es mit Spätfahrten, hockten inmitten von Kleinbürgern in Appen und mampften Schweineschnitzel, ein anderes Mal cruisten in der Abendsonne durch die Hafenanlagen nach Harburg. Es wurde besser, aber morgens erwachten wir nach wie vor aus seltsamen Träumen mit Motels, Schotterpisten und Lavafeldern.
Dann kam ein Wochenende, und die Welt lag wieder vor uns. Zumindest Plön, mit Bikertreffen, der Stand in der Nähe, und Sommersonne. Alles war aber irgendwie noch unrund. Der Weg von Bad Bramstedt diagonal rüber in die Holsteinische Schweiz funktionierte nicht. Eine drückende Müdigkeit hing uns im Nacken, von Osten (!) kamen dicke Wolken über die See, so dass ein Stündchen in den Dünen ein Traum blieb und sich im Tagesverlauf 350 Kilometer füllten, aber ohne das angenehme Gefühl der Verblödung. Der Höhepunkt war das Hähnchen in Bad Schwartau. Gut, dass wir das wiedergefunden haben.

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