Beim Frühstück klarte es auf, wenig später war alles wieder in den Gepäckrollen, der letzte Reservekanister im Tank und wir auf der Hochlandpiste. Es ging stückweise mit sanften Zug über Feinschotter, meist jedoch im Slalom um die Regenlöcher herum. Dabei bloß nicht zu viel verbrauchen! Von vorne kamen in dichter werdenden Abstand SUV's, Hochlandbusse und ahnungslose Wohnmobile. Wir genossen die letzten Blicke auf die endlosen Weiten und die Gletscher am Horizont, freuten uns aber insgeheim auf den nahenden Asphalt. Am Gulfoss hatte uns die zivile Welt wieder. Wir sahen Reisegruppen, Radfahrer und GS-Fahrer, die viel vor hatten. Wir hatten viel hinter uns. So viel, dass wir am Geysir die Tankstelle das einzig Interessante fanden (endlich!). In der Nähe von Thingvellir kam eine Regenfront von rechts, die wir austricksen wollten. Erstmal bogen wir ab und gaben Vollgas. Dann kam eine Piste, die sich vor einem stattlichen Gebirge verlor. Ein gut ausgebauter, spektakulärer Pass (2. Gang!) brachte uns in die Europa-Amerika Erdspalte, dann kam ein Stück Gerade, und nach einer Kuppe tauchte am Horizont das Häusermeer Reykjaviks unter blauem Himmel auf. Es war, wie nach einer Weltreise nach Hause zu kommen.
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